Nachdem Linde 2001 schon einmal ein Soloalbum (“The King of Rock’n Roll”) veröffentlichte, hat er kurz nach dem Release von Screamworks auch eine zweite Soloscheibe nachgelegt. Unter dem schlichten Titel “Vol. II” verbirgt sich diesemal jedoch eine ganz neue Seite des sonst so schüchtern wirkenden HIM Gitarristen.

Daniel Lioneye - Vol. II
Ville Valo, der bei dem ersten Soloprojekt noch am Schlagzeug werkelte, wurde kurzerhand gegen den Drummer der finnischen Enochian Crescent ausgetauscht. Mit dabei, neben diesen zwei Protagonisten, ist auch Burton (HIM) am Keyboard.
Insgesamt steht das Album in krassem Kontrast zu dem was HIM in letzter Zeit auf dem Musikmarkt getan haben – es ist extrem düster, drückt den Zuhörer in den Sitz und voll von psychedelischen Synthies und Black-Metal-Riffs. Trotz dieser vorerst chaotisch klingenden Beschreibung überzeugt das Album auf seine Weise mit einem kräftigen Charm.
Bleibt die Frage offen wie es Mikko (Linde) zu diesem Musikstil (der bei ihm sehr ehrlich wirkt) kommt? Viele Mutmaßungen besagen, dass es damit zu tun hat, dass er sich mit der gegenwärtigen musikalischen Richtung von HIM nicht vollständig identifizieren kann. Dies sei an dieser Stelle jedoch nur in der Raum gestellt. Klar ist, dass Linde, wie auch Schlagzeuger Gas in den “Nebenprojekten” eher zur härteren Fraktion tendieren. Was das für die Band HIM heißt wird sich zeigen – vielleicht gibt es ja auch hier in Zukunft wieder härtere Töne?
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